"We must make the building of a free society once more an intellectual adventure, a deed of courage." – F.A. von Hayek


Am 1.6.2012 (14.00 Uhr bis 16.30 Uhr) habe ich auf Einladung von Swen Schmidt an der Feierstunde zum 20. Geburtstag des Vereins „Frauen helfen Frauen im Landkreis Kassel“ (träger des Frauenhauses und diverser Beratungsstellen im Landkreis) teilgenommen:

Nach Vorstellung durch die Vereins-Vorsitzende Annette Milas trug die Schauspielerin Sabine Wackernagel verschiedene (äußerst kurzweilige) Gedichte vor, die auf die eine oder andere Weise mit Frauen zu tun hatte. Die Mitarbeiterinnen des Vereins stellen gemeinsam Ihre Geschichte und die praktische Arbeit vor. Ein Schwerpunkt der Beiträge bildeten die Darstellung der (wohl hitzigen) Anfangsphase und die schwere Krise der Vereins im Jahr 2003 als die Landesregierung ihre Zuschüsse um 90.000 EUR (und damit auf Null) kürzte.

Turbulent waren nach der Dastellung der Rednerinnen die Gründungsjahre: der Verein wurde durch SPD-Frauen der ASF gegründet und stieß anfangs auf wenig Gegenliebe, auch von SPD-Männern.

Grußworte kamen von der Ersten Kreisbeigeordneten und Schirmherrin des Vereins Susanne Selbert, von einer Vertreterin der Gemeinde Lohfelden und der Kasseler Sparkasse (als Großspender) und sonst von SPD und PIRATEN (was bei 8 Vertretenen Parteien im Kreistag echt mau ist und, dass die Grünen niemanden geschickt haben finde ich skandalös). Es sprachen alsdann Ulrike Gottschalk (MdB, SPD), stellvertretend auch für die (anwesenden) Ullrich Meßmer, (MdB, SPD) und Timon Gremmels, (MdL, SPD) und ich.

Susanne Selbert beklagte in einer kurzen (und sehr kurzweiligen) Rede, dass es sehr lange gedauert habe, bis Frauenrecht zu wehrhaften Institutionen wurden und zitierte Willy Brandt („Emanzipation bewegt sich langsamer als eine Schnecke auf Glatteis“). Sie hob das Gewaltschutzgesetz von 2002 als große Errungenschaft hervor.

Ich habe dann für die PIRATEN gesprochen: Meine Einleitung befasste sich (sehr, sehr kurz) mit dem Thema „Post-Gender“ und der AG Männer bei den Piraten („Habe vielleicht einen etwas schwereren Stand, als Piraten“). Ich habe aber unterstrichen, dass das Menschenbild der Piraten, vom Primat der Gewaltlosigkeit ausgeht und die Unverletzlichkeit von Körper und Seele für PIRATEN Kernthemen sind. Ich habe weiter gesagt, dass es in meinen Augen sehr piratig ist, wenn sich Menschen mit gleichen Interessen zusammen tun um für ihre Menschen- und Bürgerrechte zu kämpfen. Ich habe dann von meinen persönlichen Erfahrungen als Anwalt mit Frauen in Notlagen gesprochen und die Wichtigkeit von Schutzräumen unterstrichen. Abschließend habe ich den Mitarbeiterinnen für 20 Jahre Arbeit gedankt.

Mein Beitrag war wohl recht persönlich aber auch nicht so ganz schlecht. Ich erhielt jedenfalls viel Zuspruch von allen Seiten erhalten. Manche anwesende erklärte (relativ offen) die persönliche Sympathie zu uns.

Eine Dame deren Name ich nicht nennen werde, sagte mir, ihr Sohn habe ihr neulich erzählt, er wolle bei den Piraten eintreten und sie wolle nun die Gelegenheit nutzen, sich mal bei mir über uns zu unformieren. An sonsten war es eine sehr schöne Atmosphäre im Kreishaus.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: