"We must make the building of a free society once more an intellectual adventure, a deed of courage." – F.A. von Hayek


Dietmar Schulz (DS Law Fox) twittert am Volkstrauertag
und vergleicht Israel mit der Nazi-Gewaltherrschaft (den Tweet gibt’s bei TapferImNirgendwo).

Für mich immer klarer: die Piraten grenzen sich gegen (linken und rechten) Antisemitismus nicht ab, jedenfalls dann nicht, wenn sie Schulz gewähren lassen

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Kommentare zu: "NachTotalausfall: @DSLawFox sollte zurücktreten: #DietmarSchulzMussWeg" (7)

  1. Michael Gugat (@frankenfeld1) schrieb:

    Dietmar Schulz hat uns in Bielefeld geholfen, einen Antisemiten loszuwerden. Der Tweet war scheisse, ja, aber eine Rücktrittsforderung ist das Allerletzte. Dietmar Schulz ist KEIN Antisemit!

  2. er hat sich antisemitisch geäußert. ob er ein antisemit ist oder nicht spielt keine rolle.
    in der politik hat er nichts mehr verloren.

    • Lusru schrieb:

      Was M. hier und wie sagt, ist typisch sachfremdes und unqualifiziertes weil totalitäres Gezänk. Solche Menschen wie M. sollten in sich kriechen und ihrem totalitären Verständnis abschwören. es ist die Art von Äußerung, mit denen die totalitären Systeme Deutschlands und andeerer Länder im vorigen Jahrhundert ohne Erfolg versucht haben, Menschen und Meinungen zu verschücfhtern und zu beseitigen, wenn diese ihnen nicht paßten.

      Da M. offensichtlich weder in der Lage ist zu erklären, warum ca. 300 Millionen Menschen SEMITEN sind und wieso ein ANTISEMIT demnach gegen diese 300 Millionen gehandelt haben müßte, noch daß (auch) Palästinenser SEMITEN sind, und WAS DAS nun mit der Bemerkung von Schulz zu tun haben soll, könnte er mal klarstellen, daß „Antisemitismus“ die von NAzis auf Basis ihrer Rassentheorie entwickelte singuläre Ideologie zur Vernichtung der Juden Europas war und ist, und nicht im Geringsten etwas mit israelischer Regierungspolitik und deren Mißachtung anderer Völker zu tun hat.
      „Antisemitismus“ ist somit singulär, weil ebenso an die Singularität des Holocaust gebunden und kann nicht mal eben in die Gegenwart transkriptiert werden, um heutige Politik zu verschleiern damit.
      Im „Konzept“ des „Antisemitismus“, mit dem Nazis erst Juden alleinig zu SEMITEN erklärten, um diese danach zu einer Rasse und dann zu einer minderwertigen Rasse zu erklären – zwecks Erwirken einer widerstandslosen Duldung und Mitwirkung des gesamten völkischen Volkes an der Enteignung und Ausrottung der Juden, in diesem „Konzept Antisemitismus“ gab es noch keinen „Staat Israel“ – wie widersinnig ist es also heute, mit diesem rassistischen Denkmodell, mit dieser menschenfeindlichen faschistischen Begriffswelt weiter in der Gegenwart zu hantieren und damit (!) die Handlungen eines heutigen Staates erklären oder schützen zu wollen.
      Wenn es heut noch „Antisemiten“ geben soll (als Eintopfgebilde anstatt der tatsächlichen äußerst unterschiedlichen Erscheinungen Judenhass, Antizionismus, Antiisraelismus, Rassismus, Faschismus u.a.m.), dann müßten das die sein, die mit dem gleichen rassentheoretisch begründeten Denkmüll der Nazis in den gleichen „Strukturen“ hantieren und selber „Juden zur Rasse der SEMITEN“ zählen – obwohl seit Jahrzehnten nachweislich erwiesen ist, daß es KEINE MENSCHENRASSEN gibt und jede Rassenannahme eine menschenfeindliche und völkerrechtswidrige Handlung darstellt.

      Soll M. mal selber schnell und rechtzeitig entscheiden, ob er sich zu diesen rassistischen Möchtegernantisemiten zählen möchte, wenn er weiterhin und auch noch derart totalitär dafür eintritt.

      • Sehr grundsätzlicher Kommentar. Und im Detail sicher oft richtig (Israel als der Jude unter den Staaten etc.) Allein … Wer zur Hölle ist „M.“?

  3. Lusru schrieb:

    @GuidoB schrieb: 2. Mai 2013 um 14:18:
    „Wer zur Hölle ist “M.”?“ –
    Na der hier:
    >M. schrieb:
    20. November 2012 um 13:51
    er hat sich antisemitisch geäußert. ob er ein antisemit ist oder nicht spielt keine rolle.
    in der politik hat er nichts mehr verloren.<

    Und deine kurze Zustimmung ist allerdings zu revertieren:
    In meinen (!) Ausführungen geht an KEINER Stelle direkt oder indirekt hervor, daß Israel als "der Jude unter den Staaten" betrachtet wird oder werden sollte, dazu muß ich das nicht alles darlegen, denn das paßt nicht.

    Israel ist nach den Jahrzehnten seiner Existenz als Staat lediglich ein Staat wie jeder andere auch in der Welt und hat sich auch so zu benehmen, wie die internationale Staatengemeinschaft das von ihren Staaten erwartet.
    Israel ist – nach eigenem nachdrücklichem Bekunden – nicht nur der "Staat der Juden" sondern auch der Staat der über 20 Prozent nichtjüdischen israelischen Bürger.
    Allein deshalb ist eine antiisraelische Kritik nicht als "antijüdisch" benennbar.

    Allerdings kommt des öfteren aus den Reihen einer fast militanten Großisrael-Lobby (Belege gern möglich), die nach Lage ihrer Äußerungen selber die "Juden für die Rasse der Semiten" hält, solche Sprüche wie "ja, ,ja, wir wissen schon, ihr haltet Israel für den Juden unter den Staaten" – was eindeutig rassistische antijüdische Nazidiktion im Denken belegt, was das Fort"Führen" der "Antisemitismus"-Idelologie und deren rassistischer judenfeindlicher Begriffsgebäude in die Gegenwart durch sogenannte (falsche) "Freunde Israels" und sogenannte "Gutmenschen" in "Gutachsen" darstellt.

    Nein, zum Mitschreiben:
    Israel ist ein ganz normaler Staat und hat sich unter seinen Nachbarn entsprechend zu verhalten – wie diese übrigens auch.

    Das Handeln des Staates Israel und Kritik daran hat nicht das Geringste mit Semitismus oder "Antisemitismus" zu tun, was inzwischen verschämt auch Schreiberlinge in der Wikipedia langsam revertieren, allein schon um dem Vorwiurf zu entgehen, sie beriefen sich auch weiterhin oder noch immer in Fragen des "Antisemitismus" auf die Lexika des großnationalistischen Bürgertums von 1905 und 1911 (!!!! Meyer u.a.), wo sie bisher abschrieben, was es mit "Semiten" und "Rasse" zu tun haben soll.
    Zum Schein des Nachdenkens und zur Freude der Großisraelisten entwickelten sie sogar in völliger Hilflosigkeit einen sogenannten "Antisemitismus nach 1945" und einen "Alltags-Antisemitismus", wozu sie alles zählen möchten, was dem israelischen Staat gegenwärtig nicht gefällt – was für eine Schmach und Rücksichtslosigkeit gegenüber den toten und überlebenden Opfern des tasächlichen Antisemitismus des Holocaust.

    Auch eine gewisse "A.-…"-Stiftung, die sich solche Themen dankenswerter Weise auf die Fahnen geschrieben hat, pilgert mit ihrem derartigem "Antisemitismusverständnis" noch immer frisch und frei den alten Nazis in deren geistigen Verirrungen hinterher.

    Seit viele Israeliten wach geworden sind und sich öffentlich davon distanzieren, ändert sich diese falsche Verhalten allmählich gründlich, es wird genau unterschieden, was kritiseirt wird und nicht mehr (zur Kriegsverschleierung ideal) alles in einen (gleichen) Topf geworfen, was es eventuell zu kritisieren gilt: Kritik an Israels Politik ist weder Kritik an Juden noch judenfeindlich, erst recht nicht "antisemitisch" –

    Und wann entschuldigt sich nun die stellvertretende Parlamentvorsitzende NRW bei dem Piraten Dietmar Schulz für ihre politisch unqualifizierte und falsche Anschuldigung?

    Ob sie noch anno 1947 und entsprechend gezeichnet vom Dunst der wahren Antisemiten lebt?
    Der Begriff "Antisemitismus" ist weder eine Postwurfsendung zum Mobbing Andersdenkender noch eine "moderne" kritikabweisende Gleichschaltung von "israelischer Politik" und "Jüdischem Leben" noch eine Hure, die wenn es gefällt, jedesmal wie eine neue Sau durch das Dorf gejagt werden kann, wenn jemand Politik nicht verstanden hat.
    Der Begriff "Antisemitismus" ist singulär einzig im Gedenken an seine Opfer nur an den einmaligen Holocaust gebunden und darf nirgendwo anders wie im Sommerschlußverkauf "verramscht" und damit bedeutungslos werden, sonst "hört irgendwann niemand mehr hin"…
    … wie bei der NSU-Bande, die auf diesem schwammigen Gegenwartsgebrauch bzw. -Verständnis von Antisemitismus Anderer "bestens dahingleiten und morden konnte", zielführende Hinweise zählten nicht für die "Institute des Schutzes", es "hörte einfach keiner mehr (richtig) hin …". 10 Jahre lang.

    • Danke für die Klarstellung (meine dumme Nachfrage hatte entscheidend mit dem blöden WP-Client zu tun, den ich manchmal nutze).

      In der Sache: ich glaube, ich habe (jetzt) verstanden, worum es Dir geht … und ich teile Deine Auffassung wohl im Großen und Ganzen *nicht*.

      Neben anderem stört mich besonders folgender Satz von Dir:
      „Israel ist nach den Jahrzehnten seiner Existenz als Staat lediglich ein Staat wie jeder andere auch in der Welt und hat sich auch so zu benehmen, wie die internationale Staatengemeinschaft das von ihren Staaten erwartet.“

      Ich halte beide Satzteile für inhaltlich bzw. juristisch unzutreffend, denn 1.) keineswegs ist Israel „ein Staat wie jeder andere“ (was wäre denn eigentlich der „Normalstaat“?) und 2.) es gibt m.E. absolut keine präemptive „Wohlverhaltenspflicht“ einzelner Staat gegenüber der UN (soweit kommt’s noch!).

      Außerdem sagst Du:
      „Das Handeln des Staates Israel und Kritik daran hat nicht das Geringste mit Semitismus oder „Antisemitismus“ zu tun, […]“

      In dieser Generalität kommt das einem Freibrief gleich. Natürlich kann man unter dem Deckmäntelchen der „Israel-Kritik“ rassistischen Bullshit verkaufen, aber auch: nicht jedes mal, wenn Israelischen Behörden Willkür oder Rechtsverletzungen vor hält muss die Triebfeder dafür judenfeindlichkeit sein. Ich lehne aber Freizeichnungen jeder Art ab.

      Ich glaube noch verstanden zu haben, dass Du durch die leichtfertige Benutzung des Wortes „Antisemitismus“ eine Relativierung der Honocaust befürchtest. Das halte ich für eine grundsätzlich nicht unlautere Haltung, ich teile sie aber nicht.

  4. Lusru schrieb:

    @GuidoB schrieb: 2. Mai 2013 um 19:08:
    „Ich glaube noch verstanden zu haben, dass Du durch die leichtfertige Benutzung des Wortes “Antisemitismus” eine Relativierung der Honocaust befürchtest.“

    Ja, das AUCH, aber eben nur auch, denn es geht – da sollten wir uns einig sein – darum, die antijüdischen Erscheinungen in unserer Welt zu treiben, wohin sie gehören: auf den Müll der Geschichte – das, verehrter GuidoB ist DAS Anliegen, meines, neben dem unverantwortlich übertriebenen „Antsemitismus“-Verbalismus, eventuell azch davon etwas gemerkt?
    Und:
    „Das halte ich für eine grundsätzlich nicht unlautere Haltung, ich teile sie aber nicht.“ –
    Mußt du nicht, niemand muß SEINE Meinung teilen, es reicht, wenn er sie erklären und darüber reden kann. Ich denke, etwa das tun wir gerade.

    Dazu also ein Hinweis:
    Es ist schon erstaunlich wer sich alles freiwillig (oder geschoben?) in die diesbezüglich arg verschmutzte Ecke der Begrifflichkeiten unserer Lexika trollt, die seit 1905 und 1911 (z.B. Meyer) von ihren großbürgerlich-rassistisch-deutschnational erstellten Vorgängern immer nur abgeschrieben haben, wenn es um „Antisemitismus“ ging.
    Neuerdings gibt es sogar Wissenschaftler einer seltsamen Prägung, die wollen uns einreden, daß der „Antisemitismus“ sogar schon die Römer seinerzeit bewog und antrieb, die Juden zu „zerstreuen“ – Was für ein historisch fachlicher und nur politisch paßgerecht verbogener Käse.
    Man kann sich aktuell gelegentlich auch mal in der Wikipedia kundig machen, ihre Autoren geben offensichtlich das Abschreiben dieser alten muffigen und falschen Lexika-Drechseleien nach und nach immer schneller auf:
    Suche dort einfach das Lemma „Antisemitismus“ und berichte, WAS du da gefunden hast …

    Und falls bei dir echter Bedarf an einer (Er)Klärung zum Begriff „Antisemitismus“ aus wissenschaftlicher und politischer Sicht gelegen ist, empfehle ich mal diese Lektüre des Prof. Georg Chr. Berger Waldenegg (lehrt als Privatdozent Neuere Geschichte am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Zu seinen Forschungsgebieten zählen Machiavellis politische Theorie, Antisemitismus sowie das Problem nationaler Mentalitäten)

    Antisemitismus: „Eine gefährliche Vokabel“?
    Wien 2003 ISBN: 3-205-77096-X

    Für deine Belange dürfte bereits die 2-seitige Rezension für H-Soz-u-Kult dazu von
    Wolfram Meyer zu Uptrup, Arbeitsstelle Beauftragter für Gedenkstätten, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, Potsdam
    E-Mail:
    (zu finden hier: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2004-3-009)

    ausreichen, um die Augen zu öffnen zu diesem von fast allen politischen Richtungen (aber jeweils anders verstanden) und nur anstelle von echten Argumenten miserabel eigesetzten politischen Kampfbegriff „Antisemitismus“, der als Gegenwartsnutzung leider mehr als das nicht hergibt.

    Diese Empfehlung gebe ich, obwohl ich selber auch mit diesen, inzwischen auch schon wieder weit über 10 Jahre zurückliegenden, Erkenntnissen nicht mehr in allen dessen Schlußfolgerungen einhergehe, weil die vergangene Zeit und Forschung inzwischen wichtige weiterführende Erkenntnisse brachte.
    Ein anderer Blogger, der sich gelegentlich auch gern mal zu „Antisemitismus“ äußert, um gesehen zu werden, meinte (allerdings in völlig anderem Geiste),
    „Antisemitismus ist keine Meinungsfreiheit“.
    Genau, allerdings für niemandem, und er ist auch keine Beliebigkeit der Gegenwart, denn an ihm sind in einem einmaligem Völkermord Millionen jüdische Menschen mörderisch zu Grunde gegangen, an dem „richtigen“ „Antisemitismus“ – dieses allein schließt schon jedwede „von Meinung befreite“ oder „um solche ergänzte“ Beliebigkeit in der Verwendung des Begriffs „Antisemitismus“ aus, in ehrendem Angedenken dieser Opfer.
    GuidoB muß diese Meinung nicht teilen, es machen genügend andere, auch in Wikipedia …

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