"We must make the building of a free society once more an intellectual adventure, a deed of courage." – F.A. von Hayek


In Hamburg beginnt der 34. Ev. Kirchentag, der Bundesrat stimmt der Bestandsdatenauskunft zu, in Mainz fordern verbeamtete Lehrer eine Erhöhung ihrer Bezüge aus den Einnahme der Steuerdatenankäufe und in Mannheim verteidigt Wladimir Klitschko seinen Weltmeistertitel im Schwergewichtsweltmeister der Verbände WBO, IBF und WBA und an einem sehr weit entfernten Ort, den sicher kaum jemand in Deutschland auf einer Karte zeigen könnte, stirbt einer unserer Nachbarn in einem Krieg. Mit dem Namen der Gegend verbinden einige wenige etwas „Baghlan“. Dieser Ort ist wohl vor allem denjenigen bekannt, deren Partner, Geschwister, Kinder und Eltern dort eingesetzt sind.

In den letzten elf Jahren hat die deutsche Öffentlichkeit viele neue Ortsnamen lernen müssen: Kabul, Kunduz, Masar -e Sharif, Fayzabad. Es waren die Orte, an die wir unsere Nachbarn, Freunde, Kinder Väter und Mütter geschickt haben um – falls es dazu kommen sollte – für uns zu sterben, denn in einer Demokratie Krieg zu führen heißt letztlich genau das.

Ich bin müde geworden, nach einer Legitimation für den Tod dieses jungen Mannes zu fragen. Oder für den Tod eines jener Männer, die wir als „insurgents“, als „Aufständische“, bezeichnen. Ich wünschte, wir hätten diese Namen bei anderer Gelegenheit lernen können.

Der Tod dieses jungen Mannes, war nicht vorgesehen. Bestimmt war er das nicht. Aber genausowenig war der Verlauf des „Wiederaufbaus“ vorgesehen oder das grandiose politische Scheitern der Mission. Es mag eine Wahrheit sein, die gilt seit Staaten Kriege führen: Politiker beschließen sie, Generäle planen sie, die Pläne scheitern und und ganz normale Menschen bezahlen das Scheitern mit dem Leben. Es gibt mehr als eine Lektion zu Lernen nach 11 Jahren Krieg und eine davon ist wohl: geh nicht leichtfertig in den Krieg, sondern überlege dir gut, warum Du gehst und wann und wie du wieder heim kommen willst.

Und für uns anderen, die mit den Beschlüssen und Plänen jener Menschen leben müssen, möge Gott mir unseren Lieben sein und mögen diejenigen, die einen Teil von sich verloren haben, Trost finden.

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